Ist Auswandern jetzt wirklich die Lösung?

Ist Auswandern jetzt wirklich die Lösung?

Ich höre immer wieder die Aussage, wenn das so weiter geht dann wandere ich aus.

Gibt es wirklich einen besseren Ort, wie der Ort an dem wir jetzt leben? Haben wir nicht eine Aufgabe, einen Auftrag unserer Seele, den wir genau an diesem Ort ausführen können?

Auswandern bedeutet ich lagere das aus meinem Leben aus, womit ich nichts mehr zu tun haben möchte oder ich es einfach zurück lassen möchte um an einen anderen Ort neu zu beginnen.

Natürlich ist das Auswandern eine Möglichkeit, und auch ein Weg unserer Seele. Doch wichtig ist sich auch ganz ehrlich zu fragen, aus welchen Gründen möchte ich woanders wohnen und leben? Ist es, weil ich mich in ein Land verliebt habe und mit dort vorstellen könnte, auf Grund des Klimas, der Kultur, meines Berufes, der Menschen die dort zu leben?

Ist es, weil ich mit einer aktuellen Situation, die aktuell in meinem Land stattfindet nicht einverstanden bin? Ist es eine Flucht oder ist ein Lebenstraum?

Das ist ein großer Unterschied, denn unsere Absicht formt unsere Wege und unsere Energie manifestiert unsere Realität.

Wir kennen das vielleicht, dass wir glauben, wenn wir nach Amerika auswandern, sich unsere Familienthemen und Konflikte mit unseren Eltern von alleine lösen!

Gerade in diesen Zeiten spielen Menschen mit den Gedanken, dass wenn das so weiter geht auszuwandern.

Doch wohin? Wo auf der Welt ist diese Pandemie nicht? Ja jedes Land hat unterschiedliche Umgangsweisen, doch wir können dieser Pandemie nicht ausstellen. Zum einen, weil es eine Kollektive Geschichte ist und zum anderen, weil es uns alle betrifft. Und jeder eine Aufgabe in dieser Pandemie hat.

Die geistige Welt sagte Mal so schön, es gibt kein Besser, denn das Beste ist immer Jetzt. Unser Verstand, unser Ego ist damit vielleicht nicht einverstanden, doch unser Herz kann ganz entspannt Ja dazu sagen. Ich bin davon überzeugt, dass das was jetzt in uns eine Resonanz auslöst, uns ängstigt, wütend macht, einengt, verunsichert jetzt die beste Zeit ist sich damit auseinanderzusetzen, es heilen und loszulassen. Vor allem wenn der Ruf des Auswandern von dort kommt.

Auswandern können wir natürlich auch in unserer inneren Welt. Das bedeutet, dass wir tendenziell gerne uns von uns selbst entfernen, vor allem dann, wenn es uns unangenehm wird. Das ist einfach eine Alte Schutzfunktion unseres Systems. Aufgrund der Erlebnisse, die wir erlebt haben, aus Konditionierungen und Erziehungsstilen, Traumata und Blockaden.

Wir bewohnen uns nicht mehr und wenn es ganz ungemütlich wird, kann das auch der Impuls sein, im Außen auszuwandern.

Der Weg der Flucht ist immer auch ein Weg der Stress, Angst, Furcht und Rastlosigkeit erzeugt. Er hat auch die Energie das ich immer schneller sein muss, damit mich das alte Leben ja nicht einholt. Ich bin stetig in einer Haltung auf der Hut zu sein. Was passiert als nächstes, ich muss alles im Überblick haben, kontrollieren, aufpassen wem ich vertraue. So entscheiden wir uns lieber auf Abstand zu gehen und Menschen und das Leben auf Distanz zu halten.

Was ich damit sagen möchte ist, dass diese Zeitqualität uns das abverlangt, wahrhaftig und ehrlich mit uns zu sein. Uns ehrlich mit unseren inneren, tiefen Gefühlen auseinanderzusetzen. Was fühle ich? Wovor habe ich Angst? Was ist es was mich glauben lässt irgendwo anders habe ich es leichter und besser?  Was lässt mich von mir selbst weglaufen? Aus welchem Grund möchte ich auswandern?

Wir können uns diese Gefühle aufschreiben, sie mit einer vertrauten Person besprechen oder im ehrlichen Austausch mit unserer Seele und Persönlichkeit sein.

Wir habe es und angewöhnt Schleichwege zu nehmen. Abkürzungen zu nehmen und ja nicht in unsere Größe und Stärke anzunehmen.

Dieses Wesen des Virus bringt uns zurück in unserer Spur, auf unseren Weg und erinnert uns an unsere tiefe innere Wunde und Angst, die wir ausgraben, heilen und verabschieden dürfen. Er meint es uns nicht böse, er dient uns um unsere Keller aufzuräumen und in die obere Etagen Namens Leben zu wechseln.

Geben wir unsere Macht und Freiheit an Dekrete, Gesetzte und Umständen ab? Oder erinnern wir uns Schöpfer des Lebens zu sein und die innere Freiheit so auszurichten, dass nichts im Außen mir meine Freiheit nehmen oder mich einschränken könnte.

So möchte ich uns alle bestärken, ehrlich zu sein mit uns und unseren Mitmenschen. Mit unseren inneren Gefühlen in unserer inneren Welt. Die EIGENVERANTWORTUNG einzunehmen und nicht wegen jemanden, einem Umstand oder etwas auszuwandern, sondern nur wegen MIR SELBST. Damit meine ich, dass ich auswandere aus einem tiefen, inneren Gefühl der Wahrhaftigkeit, der zwar von außen ausgelöst werden kann, jedoch nicht aus einer Ohnmacht und Verzweiflung heraus, sondern aus einer tiefen Freude.

Vielleicht sind einige Worte, Aussagen dabei, die dich unterstützen und dir ein Verständnis für dich selbst schenken können.

Danke für deine Zeit, die du mir geschenkt hast.

In Liebe Miriam